Friedegards Teufelswerk

Seyd willkommen!

Die Zaunreiter haben einen Vogel!

Filed under: Termine — 19. Juni 2011 @ 17:38

Die Dohle Schröder

Und was für einen!

Sein Name: Herr Schröder, Gattung: Dohle.
Kennengelernt haben wir Herrn Schröder letzte Woche auf dem Mittelaltermarkt in Ibbenbüren am Retzlaffs´s Pferdeparadies.
Samstag, morgens früh, den ersten Bohnensud in der Hand vor unserem Zelt sitzend, fiel mir eine kleine Krähe… entschuldigung, Dohle auf.
Im Tieflug über den Markt heizend, landetet sie ein Zelt weiter, kackte befreit auf das Zeltdach und flog zurück nach Hause: Mitten ins Lager der Zaunreiter.

Meiner anfänglichen Ungläubigkeit folgte so dann die Erklärung von Uli: Herr Schröder ist vor fünf Wochen gefunden worden und wird seitdem liebevoll mit Dohlenaufzuchtfutter (Gibt es tatsächlich!) aufgepäppelt. Zur Abwechslung durfte er dann letztes Wochenende mit auf dem Markt. Es war auch ein erster Test, der absolut toll ausfiel:Die Dohle Schröder auf der Jagd
Schröder hatte keine Probleme mit dem Publikum (Im Gegenteyl), machte zwischendurch immer wieder Exkurse in die nahegelegenden Bäume und kam danach wohlgemut ins Lager zurück, wo er seine Scherzchen mit der Dekoration und den Bewohnern trieb.

Und, habt ihr schon mal eine junge Dohle gesehen, die quer über die Wiese, hüpfend und rennend erste Jagdversuche mit den dicken Pferdefliegen macht? Ein Bild für die Götter! 😀
Also, Herr Schröder, herzlichst willkommen im Mittelalter, auf dass Du uns noch lange begleitest und für den einen oder anderen Spaß sorgst! (Dazu mehr im Kommentar unten, vom 21.06.2011)

Nach dieser Vorstellung des neuesten Mitglieds der Zaunreiter, nun zum Rest des Mittelaltermarktes in Ibbenbüren vom 11.06.-12.06.2011. Wettermäßig fing es beim Aufbau am Freitag so an, wie es vorrausgesagt war: Bescheiden. Zuerst nur bewölkt, fing es am Abend nach dem Durchzug einer ziemlich imponierenden Turbowolke, die wie eine Druckwelle aussah, aus Eimern an zu schütten. Zum Glück hatte schon jeder aufgebaut, so dass man „nur so“ naß wurde, was dem einen oder anderen Lagerfeuer auch ein jehes Ende bescherte und zum frühen ins Lager legen animierte.

Am nächsten Tag war es zuerst nicht besser, nach einem letzten Schauer allerdings, war es den Rest der Zeit aber durchgängig heiter. Trotzdem blieb der Besucheransturm am Samstag aber aus, was wohl nicht nur am Wetter, sondern auch an fehlender Werbung für den Markt lag (Seht den Kommentar von Bine dazu!). Es war aber auch der erste Mittelaltermarkt bei Retzlaffs, nächtes Jahr wird alles besser! Und das wird nicht zuletzt an den wirklich netten und engagierten Betreibern des Pferdeparadies liegen. Deshalb von hier aus nochmal ein lieber Gruß, wir freuen uns auf das nächste Jahr! An alle Besucher 2012: Der Parkplatz ist riesig und kostenlos, es ist nicht nötig schon einen Kilometer vorher die Nebenstraßen zu zuparken 😉

Am Samstag gab es abends anläßlich eines Geburtstages im Dunstkreis der Taverne („Geburtstag ist ein schöner Tag, ich jeden Tag Geburtstag mag…“ 😛 ) eine spontan geprobte Feuershow. natürlich waren auch die Spielmänner von der Bockholter Emsfähre dabey, was zusammen mit den Poi-Jongleurinnen und den Feuerspuckern ein gar aufsehenerregendes Ereignis war! Entschuldigt bitte die schwachen Lichtzeichnungen, aber unsere Kamera Magica war mit den Hell-Dunkel-Wechseln etwas überfordert, modernes Teufelswerk mal wieder 🙂

Gut gelaunt und nach gesundem Schlaf erholt (*hust*), wurde es Sonntag morgens dann auch wirklich voller auf dem Mittelaltermarkt, so dass wir armen Händler wieder mal zu nicht viel anderem kamen, als zu arbeiten. So ein Ärger aber auch 🙂

Ein kleines, persönliches Hochlicht war der Drehleiermann, der diesmal auch seine Drehleier bei hatte und es sich zu unserem DrehleierVergnügen nicht nehmen ließ, eine Kostprobe seines Könnens vor unserem Marktstand zu geben. Ich muß wirklich sagen, so eine Drehleier ist in der Tat beeindruckend, nicht nur vom Klang, sondern auch von der Technik her. Jeder, der die Gelegenheyt hat, sollte sich ein Drehleierspiel nicht entgehen lassen!

Auch sonst wurde viel gelacht, musiziert und getanzt. Unterstützt durch das am Sonntag wirklich sonnige Wetter war Ibbenbüren wieder einmal ein richtig schöner Zaunreitermarkt!  Durch den Feiertag am Montag konnten wir den Markt noch zünftig am Lagerfeuer beenden, und gegen Montag mittag frohgemMittelaltermarkt Ibbenbüren Tanzgruppe und Spielleuteutes die Heimreise antreteten. Von Claudia und mir noch einmal liebe Grüße an alle Leute und Freunde, die wir getroffen haben.

Man sieht sich hoffentlich wieder auf dem Salinenmarkt in Rheine vom 02.07.-03.07.2011, also kommendes übernächstes Wochenende. Ausgerichtet auch diesmal von den Zaunreitern… die mit dem Vogel 😉

In diesem Sinne, euer Friedegard!

3 Comments

  1. Bine von den Zaunreitern:

    Hallöchen Zusammen

    habe mit Begeisterung Euern Bericht über den Markt gelesen, an dem ich leider nicht teilnehmen konnte.

    Aber ich muss Uli mal in Schutz nehmen. Sorry.

    „Trotzdem blieb der Besucheransturm am Samstag aber aus, was wohl nicht nur am Wetter, sondern auch an fehlender Werbung für den Markt lag.“

    Die Zaunreiter haben tausende von Fleyern verteilt,es kam immer wieder Werbung im Radio, und am Samstag vor dem Markt sind die Zaunreiter noch mit Pferden und Kutsche in die Innenstadt von Ibbebnbühren um noch mehr Fleyer zu verteilen.

    Also von fehlender Werbung kann wohl nicht die Rede sein. Wohl ehr der Umstand, dass noch 3 andere Veranstaltungen in Ibbebbühren stattfanden.

    LG Bine

  2. Friedegard:

    Hallo Bine,
    Vielen Dank für die Korrektur!
    Tatsächlich kann ich mich daran erinnern, dass Uli von der Kutschfahrt erzählt hat.
    Mir war nur das Gespräch mit einem Kunden in Erinnerung, der ganz in der Nähe wohnte und nichts vom Markt wusste. Reiner Zufall, dass er das Schild unten an der Straße gesehen hat.
    Gute Idee mit den Flyern, ich denke da könnten wir auch mit der Verteilung behilflich sein:
    Ich sprech die Zaunreiter-Cheffen da mal drauf an!
    Bis die Tage,
    Euer Friedegard

  3. Friedegard:

    Es gibt Neues von Schröder:

    „Herr Schröder wurde leider von einer Amselmutter adoptiert und lebt jetzt in Freiheit.snief“

    Das ist einerseits natürlich schade für uns alle, wir werden ihn sicherlich vermissen. (snief)
    Andererseits habt ihr Herrn Schröder gerettet, aufgezogen und nun lebt er (Echt mit einer Amsel?) glücklich sein ihm bestimmtes Leben weiter 🙂
    Und Dohlen sind ja schlau, vielleicht besucht er Euch abundzu mal wieder!
    :tröst:

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