Friedegards Teufelswerk

Seyd willkommen!

Unser neues Händlerzelt

Filed under: In eigener Sache — 16. November 2010 @ 17:19

Da ist es nun, unser neues Händlerzelt!

Da wir Euch ja ab nächstem Jahr auch endlich persönlich kennenlernen und an ein paar Mittelaltermärkten teilnehmen möchten, mußte ein adäquater Verkaufsstand her. Adäquat heißt möglichst wenig Metall und selbstverständlich kein Plastik, dafür Holz und Stoff. Darüber froh, dass man moderne Hilfs- und Vergleichsmittel wie das Internet hat, haben wir gesucht und verglichen (Ja, das können wir auch 🙂 ). Fündig wurden wir schließlich bei Hebert Ritter und seiner Seite http://www.haendlerzelte.de.

Da wir schon einige Erfahrung mit herkömmlichen Marktständen mitbringen, war für uns eines klar: Nichts ist schlimmer, als nach einem 16 Stunden langen Arbeitstag noch alles ausräumen, wegkarren und dicht machen zu müssen. Besonders, wenn dann auch noch ein kleiner, aber zeitraubender Fehler passiert, liegen die Nerven schon mal schnell blank. Claudia weiß, was ich meine. Gell? 🙂

Dementsprechend werden wir im Zelt übernachten, mit einem Auge offen und das Schwert griffbereit unter dem Kopfkissen! Naja, gut, das mit dem Auge und dem Schwert vielleicht nicht, aber die Übernachtung im Zelt steht fest.

Dafür ist natürlich ein gewisser Platz von Nöten, so dass wir uns für ein 3x4m großes Zelt entschieden haben. Die Verkaufstheke ist ein herkömmlicher Händlertisch mit drei Klappböcken und Verbindungsstreben aus verzinktem Stahl von Lambert. Vom Tisch selber sieht man nachher natürlich nichts mehr. Der Vorteil der Klappböcke liegt darin, dass man zweimal ein 2m-Stück  freien Platz unter dem Tisch hat… da passen auch Feldbetten rein. Wie und wo genau wir nachher schlafen werden, werden wir Frostbeulen aber erst im Frühjahr testen. Die Idee mit den Klappböcken hatte auch Herbert Ritter, danke schön nochmals, für die wirklich vorbildliche und zeitintensive Beratung!

Noch ein bisschen warten und dann war es da: Unser eigenes, mittelalterliches (jaja, ich weiß…) Marktzelt. Da es zu der Zeit in Strömen schüttete (ich glaube, es hat seit dem auch nicht mehr aufgehört… wir sollten noch einen Regenschirm-Shop eröffnen), haben wir das Zelt für einen ersten Test in der offenen Scheune nebenan aufgebaut. So blieb es erstmal trocken und sauber, was sich sicherlich nach den ersten Einsätzen höchst authentisch geändert haben wird.

Der Aufbau an sich war nicht anders, als man es von einem Pavillon kennt. Halt alles nur etwas größer und vor allem stabiler. Zwei Personen sind dabei absolut von Vorteil. Ich denke, es würde sogar auch alleine gehen, das würde aber das Material durch unvermeidliche Verspannungen beim Aufstellen sehr beanspruchen. Die Dachstangen im oberen Teil des Händlerzeltes werden mit Seilen abgespannt, dafür gab es auch eine super Anleitung für die nötigen Knoten. Die Seitenwände werden über Metallhaken eingehängt und unten verschnürt: Einfach, stabil und effizient.

Am nächsten Tag haben wir das Zelt dann entsprechend ausstaffiert und direkt Fotos für die Bewerbungen erstellt. Es sieht alles noch etwas leer aus, da wir nicht alle Teyle, welche wir im Sortiment haben, für den Test genutzt haben. Die Theke auf den Fotos besteht übrigens noch aus Biertischen, da der Händlertisch noch unterwegs war.

Wir hatten ja zuerst überlegt, das Händlerzelt selber zu bauen. Als wir dann aber die Dicke und Verarbeitung des Stoffs mit doppelten und dreifachen Nähten, Verstärkungen und Haken, sowie die Stabilität der gesamten Konstruktion bemerkten, waren wir froh, dieses Vorhaben wieder aufgegeben zu haben. Das wäre wahrscheinlich erst im fünften Versuch a.d.2050 was geworden 😉 Das Zelt ist seinen Preis auf jeden Fall wert, man merkt dass da jede Menge Erfahrungen im Bereich Händlerzelte mit drin stecken!

Was uns jetzt noch ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet, ist die Beleuchtung des Marktzeltes für die Abende. Die üblichen Strahler als modernes Teufelswerk scheiden eigentlich komplett aus, da man diese nicht verdecken kann und darf. Offenes Feuer mit Kerzen, Fackeln und Laternen ist zwar nett anzuschauen (und extrem authentisch), aber jetzt mal im Ernst: Könntet Ihr da bei dem ganzen Holz, Stoff und den Büchern aus dem Scriptorium in Ruhe arbeiten? Da ist doch schnell mal was umgestoßen oder der Wind fährt ins Zelt. Mal ganz abgesehen von den lieben Versicherungen.
Aber kommt Zeit, kommt Rat. Ich tendiere zu noch modernerem Teufelswerk: LED-Leuchten. Die darf man verdecken da sie nicht heiß werden.  Zudem brauchen diese nicht viel Energie: Ich denke da sogar an Autobatterien als Notstromversorgung… Falls jemand noch eine bessere Idee hat, nur her damit!

Auf jeden Fall ist das Händlerzelt nun wieder abgebaut und harrt trocken und sicher auf seinen bestimmungsgemäßem Gebrauch im nächsten Jahr auf den Mittelaltermärkten. Wer uns jetzt nicht glaubt, dass wir das Zelt wieder in seine ursprüngliche Verpackung bekommen haben, der hat übrigens Recht. Das ist auch so ein modernes Mysterium, was einem immer wieder begegnet 🙂

Nächstes Jahr gibt es dann auch schönere Lichtzeichnungen für Euch. Und sobald wir feste Termine haben, werden wir diese hier im Blog und in unserem Mittelaltershop bekannt machen.

Vielleicht sieht man sich dann ja mal? Wir freuen uns auf jeden Fall aufs Klönen!
In diesem Sinne, Euer Friedegard.

2 Comments

  1. hofgydja:

    hallo ihr beiden,
    habt ihr schon mal von lapster gehört? sind kleine diodenähnliche birnchen, im baumarkt zu erhalten (zb. conrad, elektrohandel) sind einfach an eine motoradbatterie zu löten und halten ewig, da wenig stromverbrauch aber tierisch hell.
    liebe grüße simone

  2. Friedegard:

    Hallo Simone 🙂
    Danke für den Tipp, werde ich mir mal genauer ansehen!

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